ZITAT(spezies-8472 @ 19.05.2008 - 14:45)

Interessieren tut es mich natürlich auch, aber andererseits dann dafür noch mehr Programme installieren...??!!
Könnte man sicherlich tun, aber wo ist dann die Grenze? Und für diese Browser dann auch noch optimieren - vermutlich muss man dann letztendlich entweder ne Flash-Seite bauen, oder auch nahezu alle moderneren Gestaltungselemente verzichten, wenn man ohne zig Hacks & Weichen auskommen will...
Grundsätzlich gilt, dass man
nicht für einen/einige Browser optimieren soll. HTML ist eine Sprache, mit der man die Struktur eines Dokuments (um mal vom Begriff Datei wegzukommen) beschreibt. So, wie man z.B. einer Programmdokumentation in Word oder was auch immer eine Struktur, die sich im Inhaltsverzeichnis widerspiegelt, gibt, sollte man das -an die Erfordernisse angepasst, auch in einem HTML-Dokument tun.
Eine Überschrift ist eine Überschrift, eine Liste ist eine Liste und so weiter. Für alle diese (wenn auch nicht für alle möglichen) Fälle gibt es entsprechende Elemente in HTML. Wenn man den Inhalt seines Dokuments entsprechend ausgezeichnet hat, hat man den ersten Schritt getan. Das Ergebnis kann jedes Anzeigeprogramm (da gibt es ja einige mehr als nur die grafischen Browser, auch wenn diese einen verschwindend geringen Marktanteil haben) für HTML darstellen.
Danach ist die Zeit gekommen, dem Dokument per CSS das gewünschte Aussehen zu verpassen. Allerdings geht in einem Browser einerseits nicht alles, was man z.B. aus dem Printbereich kennt (1), andererseits, und das wurde ja schon erwähnt, muss man sich mit den unterschiedlichen Fähigkeiten der Browser bezüglich CSS herumschlagen (2).
1. HTML ist dafür gedacht, mit verschiedenartigsten Programmen angezeigt zu werden. Da gibt es die allseits bekannten grafischen Browser, Nurtextbrowser, in denen eine Seite aussieht, wie auf einer Kommandozeile ("DOS-Box", "Konsole"; je nach OS), Vorleseprogramme, Braillezeilen, Browser auf kleinen Bildschirmen von Funktelefonen oder PDAs etc. pp.. Nicht alle Geräte sind für alle Seiten relevant, aber die Aufzählung soll verdeutlichen, dass HTML bzw. dessen Anzeige bewusst flexibel sein soll. Du bist als Autor einer Seite schließlich bei einem Besucher zu Gast und weißt
nichts über sein Aussgabeprogramm, über eine eventuelle Browserfenstergröße, ob in dem Browserfenster, wenn es denn eines ist, vielleicht eine Sidebar angezeigt wird, die den Anzeigebereich zusätzlich schmälert, ob die referenzierten Grafiken tatsächlich angezeigt werden, und, und, und.
2. Zu all dem eben genannten autorenseitigen "Ungemach" kommt noch dazu, dass verschiedene Browser verschiedene CSS-(Un)Fähigkeiten haben. Man kann natürlich (partiell CSS-fähige) Uraltbrowser (die, die Peter ansprach) aktiv von den Segnungen von CSS ausschließen oder einfach ignorieren, dass es sie noch gibt. Wenn es denn technisch möglich ist, sollte man Ersteres tun. Zudem sollte man es sich der Einfachheit halber nicht zum Ziel machen, dass eine Seite
überall pixelgenau identisch aussieht. Das erspart einem jede Menge Frustrationen.
Klar soll sie, die Seite, überall wiedererkennbar sein, aber ob jemanden, der beispielsweise den Opera benutzt, interessiert, dass ein Bild oder ein Textblock in einem anderen Browser, den er
nicht benutzt, zwei Pixel weiter rechts steht, darf angezweifelt werden. Offensichtliche Fehler sollten natürlich ausgemerzt werden, dafür gibt es CSS-Hacks und (für MSIE) die Conditional Comments. Über geringe Ungleichheiten sollte man sich aber nicht übermäßig Gedanken machen. Davon kriegt man nur Magengeschwüre.
ZITAT(spezies-8472 @ 19.05.2008 - 14:45)

warum ich bspw <br /> verwendet habe? Um ggf. nicht allzuviel Aufwand zu haben, sollte ich mal offiziell auf XHTML umstellen...
Allerdings weiß ich halt nicht, wie relevant XHTML nun tatsächlich ist - der Aussage von "Auge" entnehme ich allerdings, dass es für meine paar Seiten eher überflüssig wäre?!?
Du kannst es durchaus benutzen, wenn du dir darüber klar bist, dass gerade der/die MSIE(s) XHTML nicht als XML ausgeben können, was zur Folge hat, dass du die XHTML innewohnenden Vorteile so nicht nutzen kannst.
Wofür du dich auch immer entscheidest, ob HTML (SGML) oder XHTML (XML), richte dich nach dem jeweiligen Standard. Bei HTML: <img>, <br>, <meta>, <hr>; bei XHTML: <img />, <br />, <meta />, <hr /> (analog gilt dies auch für weitere Elemente).
Tschö, Auge
PS:
ZITAT(Peter Gedamke @ 19.05.2008 - 13:38)
Wer eben meint, immer noch mit FF 1x, IE5 oder dem wohl nur zu berühmt berüchtigten Netscape 4 in's Netz gehen zu müssen, hat dann eben ... Pech gehabt
Wenn es denn nur um vorenthaltenes CSS geht, gehe ich mit dir vollkommen konform. Allerdings, auch wenn das deiner Aussage nicht widerspricht, ich wollte es nur angemerkt haben, ist es durchaus möglich, dass der Besucher gar keinen Einfluss auf die Wahl des Browsers hat (z.B. in Firmen). Übrigens, der FF1 ist von seinen Fähigkeiten keineswegs mit den beiden anderen genannten Browsern vergleichbar.