Hallo db
ZITAT(db @ 11.01.2007 - 18:04)

... Es geht immer noch nicht darum jedes alt zu betexten, es geht darum an e i n e r geeigneten Stelle am Dokumentenanfang zu erklären das die absichtlich immer dann leer bleiben oder fehlen, wenn's keine sinnvolle Information gibt. Keine Nachlässigkeit des Designers ist der Grund für das Fehlen, es gibt eine logische Erklärung. Das macht einen Unterschied zu den Seiten der Ignoranten, die dieses Thema nicht interessiert.
Nun gut, das las sich alles für mich anders. Andreas' ursprüngliche Nachfrage war ja, wie Screenreader mit leeren alt-Attributen umgehen.
Spielen wir das mal durch. Nehmen wir als Beispiel den Header dieser Seite. Wir sehen den blauen Kasten mit dem Bild "know the source" und einem Farbverlauf. Letzteres ist ein typisches Beispiel für eine Ziergraphik. Sowohl den Umstand, dass der Farbverlauf hier per CSS eingebunden ist als auch die Googlewerbung, ignorieren wir mal für das Beispiel.
*btw* Wenn alle Ziergraphiken überall per CSS eigebunden würden, wäre diese Diskussion obsolet. Aber, obwohl CSS 'ne Menge kann, deckt es leider (noch?) nicht alle gewünschten Anwendungsfälle ab.
Fall 1: Mit einem graphischen Browser, also MSIE, FF, Opera etc. pp. sieht man die Bilder, ausgenommen, die Anzeige derselben ist deaktiviert, was bei den wenigsten zutreffen sollte. Die Seite sieht optisch so aus, wie es der Ersteller vorgesehen hat.
Fall 2: Der Ersteller hat sich darüber Gedanken gemacht, ob die Seite für nichtgraphische Browser darstellbar ist und wie sie dort wirkt. Wichtig ist dort, dem Bild "know the source" einen Alternativtext zugewiesen zu haben, zumal ohne diesen Text der mit dem Bild ausgezeichnete Link unbenutzbar wäre. Die Ziergaphik übermittelt nichts, erhält somit ein leeres alt-Attribut.
So weit, so gut. Bis hierher, denke ich, besteht zwischen unseren Auffassungen keine Diskrepanz.
Die Frage bleibt (zumindest für mich), ob es in diesem Zusammenhang einen Sinn ergibt, den Benutzer (z.B. eines Screenreaders) darauf hinzuweisen, dass einige Graphiken keinen Alternativtext haben. Wie
sebeck uns bestätigte, lesen Screenreader anstelle eines leeren Alternativtextes nichts vor[1]. Der Benutzer des Screenreaders bekommt demnach nicht einmal mit, dass an der entsprechenden Stelle ein Bild im Quelltext eingebunden ist.
Verstehst du, worauf ich hinaus will? Warum sollte ich etwas erklären, was in diesem Fall "nicht da" ist? Wie wirkt eine solche Erklärung, wenn der Gegenstand der Erklärung, für den, für den sie da ist, nicht erkennbar ist?
[1] Bei fehlendem Alternativtext zeigen Textbrowser den Dateinamen an. Dazu eine Frage an sebeck: Kannst du dich mal erkundigen, wie das Screenreader oder gar Braillezeilen handhaben? Du schriebst ja sinngemäß vom "Austricksen per leerem alt-Attribut".
Tschö, Auge